Welche Kleidung sollte man beim Yoga tragen?
Warum lockere Kleidung und kein Metall am Körper bei der Sadhana einen Unterschied machen.

Sadhguru spricht darüber, welche Bedeutung die richtige Kleidung während der Sadhana hat und warum man in dieser Zeit möglichst keine metallischen Gegenstände am Körper tragen sollte.

Sadhguru: Als ich als kleiner Junge Hatha Yoga praktiziert habe, durften wir lediglich einen kleinen Lendenschurz tragen. Der Gedanke dahinter war, den Körper so wenig wie möglich einzuschränken.

Traditionell haben die Menschen in Indien keine genähte Kleidung getragen. Sowohl der Dhoti für Männer als auch der Sari für Frauen bestehen lediglich aus ungenähten Stoffbahnen. Wenn Kleidung vernäht ist, wird die Bewegung der Energie bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt. Während der Sadhana sollte diese Einschränkung möglichst gering sein.

Das bedeutet nicht, dass du nun einen Lendenschurz tragen musst. Yogapraktizierende sollten jedoch möglichst keine synthetische Kleidung tragen, wie sie beispielsweise von Sportlerinnen und Sportlern verwendet wird.

Am besten besteht die Kleidung aus natürlichen, biologisch erzeugten Materialien – entweder aus Baumwolle oder Rohseide. Da naturbelassene Rohseide sehr teuer und schwer erhältlich sein kann, ist Bio-Baumwolle die beste Wahl. Auch Wolle ist in Ordnung.

Bevor du mit deiner Sadhana beginnst, solltest du alle Gegenstände von deinem Körper entfernen, insbesondere solche aus Metall.

Wenn man elektromagnetische Wellen sichtbar macht, zeigt sich, dass selbst ein kleiner Gegenstand eine gewisse Zirkulation um sich herum erzeugt. Jeder Gegenstand, den du am Körper trägst, kann dazu neigen, die freie Bewegung der Energie zu stören.

Abgesehen von einigen weniger aktiven Körperbereichen wie den Ohrläppchen sollte daher jeglicher Metallschmuck entfernt werden – auch Nasenstecker.

Nur Rudraksha und den Schlangenring kannst du tragen. Rudraksha bietet eine gute Unterstützung, da sie eine Art Kokon aus deiner eigenen Energie erzeugt und dich für Gnade empfänglicher macht.

Der Schlangenring wird getragen, weil er die äußerst geringe Möglichkeit verhindern soll, dass du während bestimmter Sadhanas unbeabsichtigt aus deinem Körper heraustrittst.

Frauen sollten außerdem metallische Haarspangen oder Klammern entfernen, wenn diese entlang der Wirbelsäule getragen werden. Aus energetischer Sicht ist Kunststoff besser geeignet als Metall.

Für die Praktiken solltest du auch deine Brille abnehmen. Viele Menschen haben durch die richtige Ausübung von Yoga ihre Brille nicht mehr benötigt.

Damit sich die Sehkraft von selbst korrigieren kann, solltest du für eine gewisse Zeit möglichst keine Brille oder Kontaktlinsen tragen. Wenn du ohne Brille oder Kontaktlinsen zurechtkommst, versuche darauf zu verzichten.

Solltest du dabei Kopfschmerzen bekommen, verbringe mehr Zeit mit geschlossenen Augen. Wenn du Kontaktlinsen verwendest, solltest du zumindest deine morgendliche Sadhana ohne sie praktizieren.

Auf diese Weise können sich leichte Sehprobleme möglicherweise im Laufe der Zeit verbessern.

 

Quelle: Sadhguru, „What Kind of Clothes Should You Wear For Yoga?“, Isha Foundation, 17. April 2014

https://isha.sadhguru.org/en/wisdom/article/clothes-to-wear-to-yoga

 

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